Bitte lächeln – Meditation zum mitmachen

Das Lächeln ist im Qigong (zumindest in meinen Kursstunden) ein ganz elementarer Bestandteil. Mit dem Einsetzen des Lächelns werden alle Gesichtmuskeln entspannt; ein angedeutetes Lächelns reicht dafür schon aus. Ich lade Dich ein, in dieser Meditation ein Stück weiterzugehen, das Lächeln über Dein Gesicht wandern zu lassen, einkehren zu lassen; und vielleicht wirst Du Dir, wenn Du die Meditation ein paar Mal mitgeübt hast, auch im Alltag des Lächelns wieder bewusst.

Hier geht es zum Video auf YouTube:

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https://www.youtube.com/watch?v=LN_mtJ53q7c

Impulsgeber für diese Meditation war das Buch “Ich pflanze ein Lächeln” von Thich Nhat Hanh. Eines der wenigen Bücher, die ich mehrfach gelesen habe. Hier noch die weiteren Daten zum Buch: ISBN-10: 3442217822 / ISBN-13: 978-3442217823

Qigong-Gehen

Was man vielleicht schon einmal in Zusammenhang mit der Krebstherapie gehört hat, ist das Guolin-Gehen. Dabei handelt es sich um eine Form des Qigong-Gehens, die Frau Li in den 50er Jahren entwickelte. Mir vertraut ist das organstärkende Qigong-Gehen, das Prof. Cong nach Europa brachte. Den unterschiedlichen Arten des Qigong-Gehens ist gemein, dass sie aus westlicher Perspektive von außen betrachtet seltsam anmuten. Eine Form des Gehens, die nicht der Fortbewegung sondern der Gesundheit dient. Jede Art des Qigong-Gehens birgt eigene gesundheitliche Vorteile, in deren Genuss man durch beständiges, ausdauerndes Üben kommen kann.

ein kleiner Lauf in Marbach, eine große Sache für mich

Rückblende: Künzelsau 2004: ein Lauf für Freizeitläufer, 11 km gilt es zurückzulegen bzw. zweimal 5,5 km – für einen geübten Freizeitläufer für mich kein Problem. Denke ich, doch schon nach der Veranstaltung sollte ich eines Besseren belehrt sein. Mit mickrigem Frühstück geht es an den Start. Die Wettkampfsituation treibt mich soweit, dass ich selbst beim Anstieg Mitläufer überholen will. In der ersten Runde klappt das, das Tempo bleibt eigentlich den ganzen Lauf über kein Problem, bis zu dem Zeitpunkt, als die Konturen der Streckenposten wie auch der ganzen Strecke zu verschwimmen beginnen. Mit Mühe und Not finde ich den Zieleinlauf und breche zusammen. Der im Erste-Hilfe-Zelt gereichte Sprudel macht die Situation nicht gerade besser und letzten Endes tragen mich die Sanitäter auf der Bahre vom Zelt zum Einsatzwagen – ungeschützt vor den vielen Blicken der Schaulustigen, die meinem Ego dabeizusehen, wie es zu knacksen beginnt. Eine Schimpftirade des Arztes im Notarztwagen über Naivität bei Wettläufen und eine Infusion später mache ich mich wieder auf den Nachhauseweg. Unter den ersten zwanzig Läufern dürfte ich gewesen sein, aber ruhmreich geht wohl anders.

Marbach 2015: Banner hängen in der Stadt – darauf ist zu lesen #nichtlaufenkannjeder. Es ist der Hinweis für den Gassenlauf, der am kommenden Wochenende hier stattfindet. 10,5 km gilt es zurückzulegen bzw. dreimal 3,5 km, u.a. durch die wunderschönen Holdergassen, in denen wir seit über zwei Jahren wohnen. Wäre ja gesponnen da jetzt noch mitzulaufen… #NICHTLAUFENKANNJEDER hallt es in meinem Kopf nach und ich sinniere, dass mittlerweile über ein Jahrzehnt seit meiner damaligen Schlappe vergangen ist. Auf den ersten Blick hätte sich nicht viel geändert: die Länge der Strecke ist ähnlich, birgt sogar mehr Steigungen und die Vorbereitungszeit lässt auf hochgradige Naivität schließen. Aber ich bin eigentlich auch nicht mehr der “Alte”, der Student in Künzelsau, der sich beim Laufen etwas beweisen will… und nicht laufen kann jeder. Mein laufbegeisterter Nachbar und mehrfach erprobter Gassenläufer läuft die Strecke aus Neugierde meinerseits mit mir einmal ab. In den Folgetagen laufe ich die Strecke interessehalber in Originallänge, also drei Runden. Juhu, es ist zu schaffen. Ich überlege, ob mir das reicht, um die damalige Geschichte zu verdauen. Aber vermutlich ist es wie mit Leuten, die Flugangst haben und dann in einer Crashtherapie in den Flieger gesetzt werden. Morgen geht es an den Start zu meinem ersten Gassenlauf.

Wieso findet sich diese Geschichte hier auf dem Qi-Blog? :

– Qigong praktiziere ich  nun schon einige Jahre, leite Kurse und versuche Menschen zu mehr Gelassenheit zu bringen und sich selbst zu widmen. Das machte mich auch selber gelassener und ich lernte mich besser kennen. Es gibt Geschichten, die (einem) immer wieder hochkommen. Man kann sie wieder verdrängen oder versuchen, sie aus einem anderen Winkel zu betrachten. Über die Arbeit mit der Energie habe ich gelernt, vorzeitig die Notbremse zu ziehen, wenn es zu viel wird. Es kann beim Lauf morgen gar nicht so enden wie vor elf Jahren, denn bevor ich nochmals im Notarztwagen liege, höre ich einfach auf zu laufen.

– Seit damals esse ich anders, aber das ist eine andere Geschichte, die andernorts zu lesen ist. Sie ist ebenso mit Qigong verstrickt wie diese Geschichte. Der leichtere Magen wird mich morgen auch anders starten lassen.

– Und dann wäre da noch die Sache mit der Fortbewegung, die bei einem Wettlauf wohl eine maßgebliche Rolle spielt. Vor etwa fünf Jahren lernte ich das Qigong-Gehen kennen. Eine Art zu Gehen, die nicht den reinen Zweck erfüllt, sich fortzubewegen. Ich stellte meine tägliche Praxis in Frage, jede Treppe hinaufzuhetzen, in dem ich zwei Stufen auf einmal nehme. Ich begann Elemente der Qigong-Grundhaltung (die Haltung, die man in der Regel vor dem Üben einnimmt) in meinen Alltag zu integrieren, in das Gehen und Stehen. Ich stellte meine Art zu Gehen in Frage und landete nach Recherchen beim Barfusslaufen, das ich seit etwa drei Monaten praktiziere. Es reicht, den Begriff bei Google einzugeben und man wird sehr schnell fündig. Bei dieser Art zu Laufen tritt man vereinfacht gesagt mit dem Vorderfuß zuerst auf und es gibt Schuhe, die das unterstützen. Aber hat man diese Schuhe zu Hause, ist das nur die halbe Miete, man muss neu lernen zu laufen. Meine kleine Tochter (keine zwei Jahre alt) macht es mir jeden Tag vor, denn sie läuft 1A und natürlich auf dem Vorderfuß. Ein leichter Selbsttest zeigt, was diese Art zu gehen bewirkt: man hält sich die Ohren zu und geht so, wie man es gewohnt ist. In der Regel wird man bei jedem Schritt den Aufprall der Ferse hören, die Erschütterung spüren, die der Körper mit jedem Schritt erfährt. Lässt man die Finger in den Ohren und setzt ein paar Schritte zunächst mit dem Vorderfuß auf, hört man nichts – keine Erschütterung, denn der Vorderfuß hat diese abgefangen. Der langen Rede kurzer Sinn. Ich laufe mittlerweile anders. Ich muss zwar das Dreifache an Schritten machen, bin langsamer, aber es ist wohl schonender.

Der Tag X: Ganz so ruhig wie geplant, lässt es sich leider nicht angehen. Denn es ist Samstag, die Kinder sind zu Hause und fordern die ihnen zustehende Aufmerksamkeit beider Elternteile. Daher wird es auch mit den 15 Minuten Meditation nichts, die ich vor dem Lauf noch angedacht hatte. Ich nutze die Zeit beim Küche-Aufräumen, um tief durchzuschnaufen, bei mir zu sein und mich auf den Lauf einzustellen.

Viel Trubel, viele Menschen und über 200 Mitstarter finden sich dann gegen 15:45 Uhr am Startbereich des Gassenlaufs auf der Marbacher Schillerhöhe. Im Countdown wird runtergezählt, es geht los. Bis sich das Feld sortiert hat und jeder sein Tempo und seinen Platz gefunden hat dauert es ein paar Laufmeter. Und schon merke ich, wie ich viel zu sehr außen unterwegs bin, mich vom Trubel der Umgebung ablenken, vom Tempo anderer lenken lasse. Ich versuche meinen Rythmus zu finden, konzentriere mich auf die Barfusstechnik und merke wie schon in der ersten Runde meine Kehle trocken wird. Es ist schwül und an manchen Streckenabschnitten brennt mir die Sonne auf den Pelz. Das Trinken beim Laufen erweist sich als schwierig. Das Wasser, das ich getrunken bekomme, will nicht drinbleiben und den Rest verschütte ich. Am nächsten Streckenposten verschütte ich das Wasser dann absichtlich, aber über mich und es sorgt wenigstens kurzfristig für Abkühlung. Streckenweise laufen Leute im gleichen Tempo neben mir, schnaufen aber anders und es fällt mir schwer, den eigenen Rythmus zu halten. Je nach Kapazität beschleunige ich oder verlangsame, was hilft.

In der zweiten Runde ruft mir ein Mann nach: “Schnapp dir deine Frau!”, eine Reaktion auf mein T-Shirt, das ich am Vorabend noch beschrieben habe. “Adriane!!!” steht da drauf. Eine Anspielung auf die Szene aus einem der Rocky-Filme, in der Rocky Balboa, nachdem er ramponiert von einem kräftezehrenden Boxkampf, in dem er gesiegt hatte, weder Interviews geben will noch sonst etwas, sondern aus voller Kehle nach seiner Frau (Adriane) ruft. Die Szene kam mir in den Sinn als ich die Strecke im Training in den Tagen zuvor abgelaufen bin und ich dachte, dass es sich in etwa so (für mich bei der Vorgeschichte) anfühlen muss, wenn ich an diesem Samstag über die Ziellinie laufe.

Die vielen Steigungen im Streckenverlauf stecke ich bei der Hitze leider nicht einfach so weg, versuche aber “im Takt” zu bleiben, den ich aber etwas verlangsame. Als ich die dritte und letzte Runde starte und um die Ecke biege, höre ich wie hinter mir der erste Läufer unter Anfeuerung des Kommentators im Ziel einläuft. Ich freue mich insgeheim, dass er mich nicht überrundet hat. Die Anfeuerrufe meiner an der Strecke stehenden Familie und auch der Nachbarn, lassen mich gerade in der Finalrunde manche Passagen leichteren Fusses nehmen. In den letzten hundert Metern bin ich versucht, meine letzten Reserven anzuzapfen und einem Mitläufer, der länger neben mir läuft , im Endspurt davonzulaufen – zügle und bremse mich, frage mich wofür und lasse ihm in einigen Metern den Vorzug an der Ziellinie. Im Ziel geht der Kommentator noch auf meine lange Jogginghose ein (wenn man alle elf Jahre an so einem Lauf teilnimmt, hat man eben keine Funktionswäsche 🙂 ), auf die Rückseite meines T-Shirts (da stand #meinerstergassenlauf) und er sagt noch: “Ach ja, auf der Vorderseite steht noch ein Frauenname…!”, aber Rocky scheint er nicht gesehen zu haben.

Am Abend nach dem Lauf und der ganzen Aufregung habe ich ein enges Gefühl in der Brust, unterbreche das Aufhängen der Wäsche und lege mich auf den Teppich im Wohnzimmer. Ich atme tief durch und denke mir, dass es wohl die alte Geschichte in Künzelsau damals ist, die sich noch einmal bemerkbar macht und nur “schweren Herzens” von mir trennen will. Ich lasse sie ziehen, gehe ins Bett und alles ist gut.

#meinersterGassenlauf

Selbstreinigung – Fasten

Es gibt diverse Qigong-Übungen, in denen man sich reinigt; bestimmte Organe oder Körperteile oder sich als Gesamtheit.

Nach meiner Umstellung auf die vegane Ernährung keimte in mir schon länger der Wunsch danach, meinen Körper zu reinigen, mich von alten Schlacken zu befreien.

Vor zwei Wochen beschloss ich zu Fasten in Verbindung mit Einläufen. Ich verfolge diverse Kanäle auf Youtube über Ernährung und viele setzen sich mit dieser Thematik auseinander. Ich entschied mich zu dem Schritt, es zu tun ohne vorher viele Bücher gelesen zu haben,  um das Thema nicht auf die lange Bank zu schieben. Ein Buch allerdings doch und zwar “Heile dich selbst” von Markus Rothkranz. Jeder mag von dem Buch und Markus Rothkranz halten, was er will. Manche Fakten mögen vielleicht fragwürdig und seine Werbung für eigene Nahrungsergänzungsmittel aufdringlich erscheinen, aber stimmt auch nur ein Teil dessen, was er in dem Buch beschreibt, so erscheint ein Einlauf halb so schlimm. Zudem schreibt er locker und neben allem wissenschaftlichem, was ich seither in Sachen Ernährung gelesen habe, kam dieses Buch erfrischend unkonventionell daher.

Er berichtet von Parasiten, die über Jahrzehnte in uns wohnen können diverse Wurmarten u.ä. .  Zu meiner Kindheit hatten wir einen Hund und da ich das Nesthäkchen der Familie war, wurde dieser Hund so etwas wie ein Kleines-Geschwisterchen-Ersatz. Dementsprechend geknuddelt und abgeschleckt haben wir uns – drollig. Rothkranz beschreibt Hunde als die optimalen Überträger von Parasiten und ich erinnerte mich, dass unser Hund auch die ein oder andere Wurmkur verordent bekam. Ein Indikator Parasiten in sich zu tragen sei, dass man so viel oder so wenig essen kann wie man wolle, das Gewicht bliebe konstant. So ist es bei mir immer schon . Was ich tue oder lasse, das Gewicht bleibt gleich (niedrig). Auch mit der Umstellung auf vegane Ernährung ging es mir körperlich nicht so viel besser und es drängte sich mir die Frage auf, ob viele Nährstoffe vielleicht einfach nicht bei mir ankommen. Warum also nicht einmal durchspülen 🙂

Ich erstellte mir folgenden Plan fürs Fasten und die Selbstreinigung:

– Eine Woche vor dem Fasten jeden Tag ein Glas Wasser mit zwei Teelöffeln mit Flohsamenschalen und einem Teelöffel Heilerde.

– Zunächst Beginn mit dem Wasserfasten zwei Tage lang – begleitend je einen Einlauf pro Tag

– Übergang zum Saftfasten – 3 Tage lang

– Übergang zu nur Smoothies – 3 Tage lang

– Rückkehr zur veganen Ernährung und vermehrter Rohkost (vermutlich mit Abstrichen beim veganen Junk-Food)

Von der grauen Theorie zur Praxis:

Vorbereitung:

Eine Woche vor Fastenbeginn nehme ich jeden Tag einmal dieses Gemisch aus Flohsamen-Schalen und Heilerde zu mir. Ich habe früher bei Magenproblemen einen Löffel Heilerde in meinen Tee gemsicht und das getrunken. Das war eklig und ganz nebenbei wirkunglos. Dagegen war diese Mischung aus gemahlenen Flohsamen und Heilerde eine Wohltat. Mehr zur Vorbereitung in Sachen Darmreinigung gibt es in diesem recht unterhaltsamen udn lehrreichen Video von Semper Veganis:

http://www.youtube.com/watch?v=T89EiZNUgQA

Ach ja, dieses Video setzte die Hemmschwelle des Einlaufs noch einmal herab:

http://www.youtube.com/watch?v=iRLOvlEJjiE

Die Mischung aus Flohsamenschalen und Heilerde soll den Darm vorab schon ein wenig freikehren. Ich verwendete diese beiden Produkte:

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Dreamteam: Flohsamenschalen und Heilerde

Letztens im Alnatura habe ich gesehen, dass es von Luvos noch eine spezielle Heilerde gibt. Sie trägt die Nummer 3, ist speziell für die Darmsanierung und auch teurer. Ich hatte eben die Heilerde 1 noch zu Hause.

(Vorneweg noch kurz die Anmerkung, dass ich über die ganzen Fastentage täglich etwa vier bis fünf Liter Wasser getrunken habe und jeden Tag  eine Kapsel Combi Flora Plus genommen habe (zum Wiederaufbau der Darmflora).)

Tag 1: Wasserfasten

Ein bisschen Bammel hab ich schon, so einfach gar nichts zu essen, und dann noch den ganzen Tag im Büro… Ich breche quasi schon vor Beginn mein Fasten und beschließe die Flohsamenschalen-Heilerde-Kombi noch vor der Arbeit zu trinken.

In der Arbeit geht es dann ganz gut, es gibt Wasser, Wasser und nochmal Wasser, toll 🙂 Die Mittagspause, die ich ja nun nicht mit dem leidigen Essensthema füllen muss, verbringe ich mit einer Einheit Duft-Qigong. Schummrig sehe ich auch an normalen Tagen manchmal, aber an diesem Tag ist es stellenweise so, das ich das Display auf dem Handy kaum lesen kann. So schließe ich beispielsweise die Augen auf dem Heimweg in der S-Bahn – sehr entspannend und eine gute Alternative.

Abends als die Kinder schlafen also der Einlauf. Erstmal will das Wasser nicht einfließen, nach einer Weile und leichten Bewegungen an Schlauch und Einfüllkanister dann doch. Ein komisches Gefühl, aber ein Zahnarztbesuch ist schlimmer. Noch ein paar gute Bakterien zum Wiederaufbau des ausgespülten, guten Teils meiner Darmflora (Combi Flora Plus aus dem Semper Veganis-Video s.o.) und im Anschluss, nach etwa drei Klogängen, schaue ich mit meiner Herzensdame eine Folge unserer derzeitigen Favourite-Serie Suits, wobei ich die letzen Minuten wegdöse.

Tag 2: Wasserfasten

Das Flohsamengemisch hat mich gestern gut über den Tag gebracht, aber heute wird nicht getrickst, zumindest fast nicht. Es gibt nur ein Glas Wasser mit Weizengraspulver, damit mein Körper über das Grün etwas Unterstützung bekommt beim Abtransport diverser Schlacken. Ein halber Tag Büro steht bevor und er geht glimpflich über die Bühne. Danach schlendere ich über den Markt, um zu besorgen, was ich für die Säfte brauche, die es ab morgen gibt. Zuhause gibt es noch einen Einlauf, diesmal mit einem Löffel Weizengraspulver und es geht schon viel routinierter von statten.

Abends sehe ich vor dem Zähneputzen, dass das Zahnfleisch zwischen den Zähnen etwas weiß wird. Ich benutze zum ersten Mal die Zahnfleischmassage-Funktion meiner elektrischen Zahnbürste, alles wieder rot; und irgendwie bin ich froh dass es ab morgen diverse Säfte gibt.

Tag 3: Saftfasten
Rothkranz empfiehlt zum Saftfasten v.a. Staudensellerie, Gurke, Ingwer, Zitrone, Rote Beete, Apfel und Weizengrassaft. Ich entsafte Staudensellerie, Gurke, Apfel und Petersilie in Kombination und lasse es mir naja eben leider nicht schmecken. Dieser Selleriegeschmack erinnert mich an kalte Suppe und kalte Suppe hat mich damals im Auslandssemester in Spanien (Gazpacho) schon nicht überzeugt. Ich trinke zur Stärkung zwei große Gläser, denn heute steht das Sommerfest im Kindergarten an und danach gehts noch auf zwei Feste hier vor Ort. Schon beim Kindergartenfest merke ich, dass um mich herum viel zu viel Trubel herrscht und das sich dieser mit dem Fasten nicht gut zu vertragen scheint. Der Weg zum nächsten Programmpunkt verläuft meinerseits sehr wortkarg, der Aufenthalt dort ebenso. Lichtblick: Wir kommen noch an einem Bücherflohmarkt vor bei und tada, ich finde zwei Bücher zum Thema Fasten. Auf dem Weg nach Hause streifen wir noch das letzte Fest des Tages. Heilfroh komme ich daheim an, ich trinke noch ein großes Glas mit Wasser angerührtem Weizengraspulver, da mir der spezielle Entsafter für Gräser fehlt. Ab ins Bett, die Familie isst währenddessen zu Abend. Später schäle ich mich noch einmal aus den Federn, denn nur Schlafen ist ja auch keine Lösung 🙂 Ich stöbere in den Fastenbüchern, wobei das eine direkt wieder aussortiert wird (Fertigprodukte werden darin als superpraktisch propagiert und wenn sie nicht zu viele Kalorien hätten, wäre nichts dagegen einzuwenden…). Im anderen Ratgeber von GU (Bild s.u. Tag 5 Smoothiefasten) lese ich, dass Gemüsebrühe “erlaubt” sei. Also schnell den Herd angeworfen und Wasser aufgesetzt. Da ich die Zutaten für die frische Brühe nicht zu Hause habe, bin ich nicht päpstlicher als der Papst und greife zum Pulver; immerhin glutenfrei und ohne Rohrzucker und klaro vegan. Diese Suppe macht diesen Abend zu einem gelungenen. Auch den Ratschlag im GU-Ratgeber, dreimal am Tag zu ruhen, nehme ich mir für die Folgetage zu Herzen, auch wenn er sich mit zwei kleinen Rackern nur schwer in die Praxis umsetzen lässt.

Tag 4: Saftfasten
Nach einem Glas Weizengraspulver-Wasser mache ich erst einmal Frühstück für alle, wasche süße, saftige rot-leuchtende Erdbeeren und pralle, ebenso rote wie auch bestimmt knackige Süßkirschen und beschließe mein Fasten NICHT zu brechen. Also wieder Saft; diesmal mit Gurke, Staudensellerie (viel weniger als gestern), Zitrone, Weizengraspulver und Apfel. Es schmeckt viel besser und die Laune gleicht sich dem Geschmack an. Am Vormittag steht Kinder-Bespaßen an, aber nach der guten Nacht ist es machbar und sogar eine Freude. Nachmittags sind wir bei Freunden zum Grillen. Damit es nicht allzu schwer wird, trinke ich vorher noch eine Brühe, diesmal habe ich immerhin Karotten und Petersilie mitgekocht (nicht gegessen). Zitronenschnitze zum Aussaugen nehme ich mit zum Grillnachmittag; ist besser als nix und soll die Entgiftung des Körpers unterstützen. Wir sitzen im Garten bei schönem Wetter. Klar, das leckere Essen fällt für mich flach, aber ich beschließe meine erstmaliges Fasten zu verkürzen und bereits morgen mit den Smoothies zu beginnen und dann nach zwei Tagen wieder zur Normalkost (Vegan und hoher Rohkostanteil) überzugehen. Die Entscheidung fühlt sich richtig an, auch angesichts der Tatsache, dass ich mein Hauptziel der Entschlackung und den “Mist” der letzen 30 Jahre rauszukriegen bis dahin bestimmt erreicht haben werde. Meine Freunde fragen, ob ich Lust auf ein Bier hätte und da die Begriffe Fasten und Bier in mir als Bayern einen Gleichklang auslösen, nehme ich dankend an. Wieder zuhause merke ich wie die Laune absinkt. Es reicht die Tatsache, dass wir diverse Sachen suchen (Handy, Geldbeutel) und ich entdecke das motzige Rumpelstilzchen in mir; und irgendwo aber wieder froh, diesmal darüber, dass es ab morgen Smoothies zu trinken gibt.

Tag 5: Smoothietag
Sobald die Kinder aus dem Haus sind, wird der Mixer angeworfen und Spinat, Chlorellapulver, zwei Bananen und Aprikosen, Ingwer und Zitronensaft zu flüssigem Gold verarbeitet.

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Grün-Smoothie und GU-Ratgeber

Klingt übertrieben, fühlt sich aber auch so an als der Smoothie die Kehle hinunterrinnt – wohlgemerkt nach vier Tagen Fasten. Schon beim Trinken merke ich, dass mein Körper nichts dagegen hat, wieder ansatzweise “feste” Nahrung zu bekommen.

Da ich gelesen hatte, dass es sinnvoll sei, seinen Körper auf allen möglichen Kanälen beim Entgiften zu unterstützen, kommt mir die Nasenspülung wieder in den Sinn, die ich vor einer Weile regelmäßig praktizierte. Es fühlt sich nicht anders als sonst, aber schaden tut es bestimmt nicht. (Ab und an nutze ich zudem über die Fastentage abends einen Zungenreiniger, da sich beim Fasten auf der Zunge verstärkt Belag bildet.)

Ein Kanne Tee später gehts zum Kindergarten, um unsere Große abzuholen. Mein sonstiges Gelassenheitslevel hab ich durch den Smoothie noch nicht zurück, aber langsam wird es wieder.

Die Logik verschafft mir ein Schlupfloch in der Essensplanung. Wenn Brühe erlaubt ist und Grün-Püriertes, kann ich auch eine grüne Suppe für die Familie zu Abend kochen und wir können nach vier Tagen wieder einmal zusammen essen – wunderbar. Die Suppe aus einer Unmenge Staudensellerie, Fenchel und Tomaten scheint mir zu behagen 🙂 und der Staudensellerie findet doch noch seine Verwendung. Ein entspannter Fastentag geht mit den DuftQigong-Übungen zu Ende.

Tag 6: Smoothietag und Fastenschluss

Aufgewacht und kein Grün im Haus – schlecht für einen Grünen-Smoothie Tag. Da müssen die eisernen Reserven herhalten: geschwind Weizengraspulver, Chlorellapulver, ein Rest Karottengrün aus dem Kühlschrank, zwei Äpfel und Zitronensaft vermixt und Prost. Heute steht meine Qigong-Kurs an. Ich erzähle meinen Teilnehmern vom Fasten und das ich mich eventuell im Laufe der Übungen setzen muss, aber der Fall tritt nicht ein und es wird eine wunderbare Übe-Stunde für alle Beteiligten. Irgendwo hat das Fasten vielleicht für Tiefenentspannung gesorgt 🙂

Nach dem Kurs schnell in den Supermarkt, um Grün einzukaufen und diverse Dinge für das kleine  Menü zur Feier des Fastenendes am Nachmittag. Zuhause geht in der Küche mit viel Liebe und Vorfreude alles leicht von der Hand. Vor dem Kochen noch mein zweiter Smoothie mit Feldsalat, Karottengrün, Spirulina, Orange und Apfel, wir holen die Kinder und Ende das Fastens ist angezählt. Im Garten von Freunden gibt es vorab Erdbeeren, Kirschen und Himbeeren, danach Kartoffelschnitze mit Zucchini-Hummus (mit Dank an Nordisch Roh) und zum Nachtisch eine fast rohe Himbeertorte (also bei mir waren es Himbeeren, mit Dank an rawberryvegan). Es ist vielleicht etwas fahrlässig so wieder einzusteigen, aber bis jetzt scheine ich alles gut zu vertragen und bereue nichts 🙂

Fazit des ersten Fastens: Holterdipolter ging es los, was daran lag, dass ich durchstarten wollte. Beim nächsten Mal (das wird es geben) werde ich wohl besser planen, mehr Rücksicht auf die Familie nehmen, sie auf Freiwilligenbasis (“So liebe Kinder, ab heute gibt es für uns alle für ein paar Tage nur Wasser zu trinken” – Ironie Ende 🙂 ) mit einbeziehen oder optional ein paar Tage wegfahren.  Das Fastenziel der Entschlackung ist erreicht, die Schlacke von 30 Jahren nach meiner heutigen Sicht Fehlernährung ausgeleitet. Jetzt kann es neu losgehen. Gluten steht als nächstes auf der Abschlussliste. Zu diesem Thema lese ich gerade das Buch “Die Weizenwampe” von Dr. med. William Davis.

Ich ziehe meinen Hut vor demjenigen, der bis hierher gelesen hat. Gehabt euch wohl, liebe Leute und auf Wiederlesen 😉

Duft Qigong – Teil 1

Normalerweise denke ich, dass man Übungen persönlich von jemandem lernen sollte. Bei Duft-Qigong sehe ich das allerdings nicht so verbissen. Auf youtube habe ich ein Video von Dr. Bernd Gerken zum Duft-Qigong gefunden. Er erlaubte mir freundlicherweise, das Video in den Qi-Blog aufzunehmen. Es beinhaltet in der Rohfassung allerdings Teil 1 und 2. Den zweiten Teil habe ich herausgenommen, da man den ersten Teil 100 Tage unabhängig von Teil 2 üben soll. Wieso, weshalb, warum könnt ihr hier nachlesen.

Bevor ihr mit dem Üben beginnt beherzigt bitte folgendes:

eine kleine Warnung

– beim Großteil der Übungen kommt der Impuls aus den Unterarmen, die Schultern ruhen und die Oberarme sind den Flanken relativ nah

– am  besten ist es, anfangs einfach mit dem Video mitzuüben. Jede Übung wird 36 mal wiederholt (Ausnahme: bei der Eröffnung 5 mal Hände öffnen und schließen; bei Übung 3: 5 mal Hände öffnen und schließen und dann die folgende Übung nur 31 mal ausführen)

– am besten nichts denken dabei. Hat man die Übungsfolge einmal verinnerlicht kann man sich vom Video und auch vom Zählen lösen; man soll einfach nichts denken dabei und selbst das Zählen lenkt ab.

– 20 Minuten vor und nach dem Üben auf Essen verzichten, ebenso auf Kalt-Trinken und Kalt-Duschen danach

– ihr könnt tagsüber üben, aber wenn es dunkel wird, bitte nur drinnen üben.

– Info für Frauen: während der Regelblutung kann geübt werden. Bei einer Schwangerschaft ab dem 6. Monat das Üben von Duft-Qigong bitte einstellen.

– bei hohem Blutdruck die Hände tendenziell etwas tiefer nehmen.

– bei Minute 12:36 geht Teil 1 über in die Abschlussmassage, sie ist optional; nehmt euch die Zeit, wenn ihr sie habt

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
http://youtu.be/6_Nmp0bzhj8

Wenn mir die Übungen vertrauter sind, wird es ein eigenes Video geben, aber Stand heute bin ich in Sachen Duft-Qigong noch zu grün hinter den Ohren.

eine kleine Warnung

Unscheinbar und harmlos kommen sie daher, die Übungen aus dem Qigong. Wer aber noch nie aktiv diese Energie wahrgenommen oder mit ihr hantiert hat, der kann ein blaues Wunder erleben. Gebt auf euch selbst Acht. Sobald der Körper seltsam reagiert, lieber eine kurze Auszeit nehmen und/oder sich eventuell kurz hinsetzen. Man kann im Sitzen, ohne Bewegung mental mitüben und das Beste ist, es hat den selben Effekt.

Yuanshen

der vorgeburtliche Geist. Er weiß, was gut für uns ist, da er alle lebenswichtigen Funktionen wie Atem, Verdauung und Blutfluss steuert.

Yin und Yang

Yin und Yang sind ein Grundpfeiler der chinesischen Weltanschauung. Demnach teilt sich alles in Gegensätze. Tag und Nacht, hell und dunkel, Frau und Mann usw.. Jedoch existieren die Gegensätze nie in Reinform d.h. ein kleiner Teil des Gegenteils ist auch immer vorhanden wie das Symbol für Yin und Yang sehr schön zeigt.

YinYang

Shishen

der nachgeburtliche Geist. Er bestimmt unseren Alltag in allem, was wir planen, wollen, denken. Im Qigong können wir unserem Shishen eine Pause gönnen und in Rujing abtauchen.