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BUCHTIPP: Hong Liu – Das Qi-Gong-Wunder

Wie das Buch den Weg auf meinen Schreibtisch fand:

Oft bestelle ich meine Bücher bei Gebrauchtportalen und bestelle noch ein paar Bücher zum Thema Qigong mit für ein oder zwei Euro; einfach um meinen Horizont zum Thema etwas zu erweitern. Dies war eines der Bücher und ich hätte es mir wohl nicht aufgund der Aufmachung und des Titels gekauft. „Das Qi-Gong-Wunder“ empfand ich als ein bisschen dick aufgetragen.

Der Autor:

Hong Liu studierte in Shanghai Medizin, parallel dazu lief seine Qigong-Ausbildung bei Meister Kwan. Seit 1990 lebt er in den USA. Die Webseite, die ich von ihm fand, schreibt von einem Master Hong Healing Center in Kalifornien.

Der Inhalt:

Die Handlung: Hong Liu beschreibt sehr anschaulich über seinen Werdegang: vom Medizinstudenten zum Qigong-Meisterschüler zum Qigong-Meister. Dieser erzählende Teil umfasst knapp ein Drittel des Buches. Er schreibt über die ersten Kontakte zu Meister Kwan, die Strapazen, die er auf sich nehmen musste, um neben des Arztberufes acht Jahre lang bei Meister Kwan lernen zu dürfen und den darauffolgenden Erhalt des Meistertitels.

Im zweiten Teil des Buches gibt Hong Liu konkrete, detallierte Anleitungen im Qigong. Nach allgemeinen Ausführungen wie Qigong in Kombination mit Nahrung und Heilkräutern heilen kann, beschreibt er die Acht Goldenen Übungen. Sie sind den „gängigen“ acht Brokaten ähnlich, legen jedoch den Fokus auf die Stärkung des Herzens. Im Anschluss daran gibt er weitere Behandlungstipps aufgeteilt nach Krankheitsbildern (Aids, Allerigen, Arthritis, Prostatakrebs, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Streß und Depression, Schlaganfall, Abnehmen) aufgelockert durch kleine Anekdoten seiner Patienten. Es folgt zum Abschluss ein Glossar, Literaturhinweise und Adressen für Bezugsquellen chinesischer Zutaten.

Was war neu / hat mich fasziniert:

– Der lockere Schreibstil mit vielen Beispielen und Anekdoten ließ mich das Buch schnell lesen und den Einstieg auch immer wieder schnell finden (obwohl ich oft unterbrochen wurde, da ich mir das Buch immer morgens in der S-Bahn gegönnt habe)

– Hong Liu arbeitet klar den Aspekt der Heilung heraus. In meinen Kursen weise ich in der ersten Stunde meist darauf hin, dass Qigong vornehmlich der Gesunderhaltung dient. Was Hong Liu beschreibt reicht viel weiter und das habe ich mit sehr viel Interesse gelesen.

– Die Doppelbelastung durch sein Wirken als Arzt und seiner Ausbildungszeit als Qigongmeisterschüler verleiht den Übungsbeschreibungen und allem, was er einem im zweiten Teil des Buches an die Hand gibt, immens an Wert.

– Die Geschichten geben Einblick in die chinesische Welt und somit auch zum Ursprung von Qigong.

Infos zum Buch

Hong, Liu: Das Qigong-Wunder Unterweisungen in der Kunst des heilenden Qi Gong durch einen chinesischen Meister

ISBN 3-426-87002-9

Copyright 1997

Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., München

Zum Video über das Buch:

Und wer das Ganze lieber anschaut als zu lesen, hier gehts zum Video auf Youtube

Qigong und Veganismus

Auf den ersten Blick zwei eigenständige Themen. Sie sind zentral in meinem Leben, im Laufe der Jahre regelrecht Pfeiler davon geworden. In meiner Abschlussarbeit zum Qigong-Lehrer, habe ich unter die Lupe genommen, ob es Überschneidungen der beiden Bereiche gibt und sie sich gegenseitig beeinflussen. Im Zuge der Recherchen habe ich mich auch mit dem Vegan-Koch Surdham Goeb zum Plausch in München getroffen. So entstanden ist ein Gedankenkonstrukt, das in der April-Ausgabe 2016 des tiandiren journals mit dem Leitthema „Qigong und Ernährung“ erschienen ist. Freundlicher- und erfreulicherweise darf ich den Auszug des Magazines in meinem Blog posten; vielen Dank dafür an Barbara und Agnes vom tiandiren-Team. Viele Freude beim Lesen!

2016 tiandiren Überlegungen zu Qigong und Veganismus sw

Für die bessere Lesbarkeit in schwarzweiß, die Bilder, die kaum zu sehen sind, sahen wie folgt aus:

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Meine Mädels und ich bei den Hasen der Nachbarin

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Die Schillerhöhe im beschaulichen Marbach am Neckar, in das meine family und ich gezogen sind. (Das Bild wurde aus Platzmangel aus dem Artikel rausgenommen; aber hier ist Platz.)

Und dann war, da noch ein Foto von mir drin, aber wie ich aussehe, wisst ihr wohl mittlerweile 😉

Was im Magazin keinen Platz mehr fand, war diese umfassende Übersicht des Vebu über die Folgen des Fleischkonsums

Folgen des Fleischkonsums

und folgende Liste an Medien für alle, die sich über das Thema Veganismus informieren möchten:

BÜCHER

Campbell, T. Colin und Thomas M.: China Study – Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise (ISBN-10: 3864010012 ISBN-13: 978-3864010019)
Die China Studie stellt Zusammenhänge her zwischen tiereiweißreicher Ernährung und der Entstehung von chronischen Krankheiten, wie Krebs, Herzerkrankungen, Adipositas oder Multipler Sklerose. Dieses Buch ist gut geeignet, wenn man es statistisch mag – die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Duve, Karen: Anständig essen (ISBN-10: 3869710284, ISBN-13: 978-3869710280)
Karen Duve setzt sich im Selbstversuch intensiv mit vegetarischer, veganer und frutarischer Ernährung auseinander – sehr informativ und angenehm zu lesen.

Goeb, Surdham: Vegan Daily (ISBN: 978-3-03800-821-7)
Ein optimales Kochbuch mit alltagstauglichen Gerichten, optimal zum Einstieg in die vegane Ernährung mit Angaben zu Jahreszeiten, Aufwendigkeit der Gerichte u.v.m. .

Halser, Marlene: Go vegan! Warum wir ohne tierische Produkte glücklicher und besser leben. (ISBN-10: 3868833064, ISBN-13: 978-3868833065)
Dieses Buch zeigt die Vielseitigkeit der Argumente, die für eine vegane Lebensweise sprechen. 21 Protagonisten der veganen Szene melden sich zu Wort: vom Arzt, über den Unternehmer bis zum Gewichtheber.

Henrich, Dr. med. Ernst Walter: vegan – Die gesündeste Ernährung
Diese kostenlose Broschüre klärt umfassend auf, warum Veganismus für einen selber, für die Wahrung der Menschenrechte, aus moralischen Gründen, zur Wahrung von Tierschutz und Tierrechten, für Klima- und Umweltschutz und aus religiöser Sicht die sinnvollste Ernährungsform darstellt. Kostenlos online im Internet [Stand: 08.06.2016]

Hildmann, Attila: Vegan for youth (ISBN-10: 3938100915, ISBN-13: 978-3938100912)
Über Rezepte hinaus bietet dieses Buch ein 60-Tage-Programm, bestimmt von Meditation (inklusive drei kleiner Qigong-Übungen), Bewegung und Ernährung. Hildmann unternimmt zudem den Versuch, zu messen, welchen Einfluss die vegane Ernährung auf den Alterungsprozess hat.

Joy, Melanie: Warum wir Hunde streicheln, Schweine essen und Kühe anziehen (ISBN-10: 3981462173, ISBN-13: 978-3981462173)
Die Psychologin Joy ergründet in diesem Buch, wie der Mensch sich der Ideologie des Karnismus hingibt, um seinen Verzehr von Fleisch als normal und notwendig zu erachten und wie er so das Mitgefühl für die betroffenen Tiere ausblenden kann.

Mattukat, Jumana: Mami, ist das vegan? Ein Erfahrungsbericht (ISBN-10: 3899017188
ISBN-13: 978-3899017182)
Eine vegane Mutter in einer bis dato nicht veganen Familie schreibt über ihre Erfahrungen und gewonnenen Erkenntnisse. Familienfreundliche (nicht aufwendig, gesund und schmeckt Kindern) Rezepte finden sich im Anhang.

Schorlau, Wolfgang: Am zwölften Tag (ISBN-10: 3462045474, ISBN-13: 978-3462045475)
Wer sich dem Thema auf „unterhaltsame“ Weise nähern möchte, hat mit diesem Krimi die Gelegenheit dazu. Auf der Suche nach seinem Sohn erhält Privatdetektiv Dengler tiefe Einblicke in die Machenschaften der Massentierhaltungsindustrie. Mittlerweile ist dieses Buch verfilmt, nur wurde der Fokus dabei auf Action gelegt und so wird der Film leider der toll recherchierten und informativen Vorlage von Schorlau in meinen Augen nicht ansatzweise gerecht.

FILME
Earthlings
Eine Warnung und Empfehlung zugleich gebe ich für den Film earthlings. Man kann ihn sich kostenlos im Internet hier ansehen [Stand 08.04.2016]. Der Film zeigt schonungslos, wozu die Spezies Mensch im Umgang mit Tieren in der Lage ist. Die zehn Minuten, die ich davon gesehen habe, erleichterten mir die Entscheidung, auf tierische Produkte zu verzichten.

Gabel statt Skalpell
Wem es zu trocken ist, die China Study in Buchform (s.o.) zu lesen, kann sich den Film darüber ansehen. Auch diesen Film kann man sich auf www. earthlings.de kostenlos ansehen.[Stand 08.04.2016]

More than honey
Honig war für mich lange ein Grenzthema im veganen Dasein. Wieso sollte es verwerflich sein, Honig zu konsumieren? Bienen produzieren doch mehr als sie brauchen. Der Film more than honey zeigt, wie der Mensch sein Wissen über Bienen ausnutzt und in meinen Augen ausreizt.

Unser täglich Brot
Dieser Film kommt ohne viele Worte und ohne Bewertung aus. Er zeigt „nur“, welches Ausmaß die Nahrungsmittelproduktion angenommen hat, wie industrialisiert sie ist

SONSTIGES
Das VeganStart-Programm
Da der erste Monat bei der Umstellung auf die vegane Lebensweise als schwierig gilt, hat PETA Deutschland e.V. dieses Programm ins Leben gerufen. Unter www.veganstart.de meldet man sich mit einer E-Mail-Adresse an und erhält 30 Tage lang Tipps, Tricks und Informationen zum veganen Leben. Zudem kann man seine Fragen an Experten richten, die dann weiterhelfen.

Musikvideo Thomas D – Gebet
Dieses Musik-Video zeigt wunderbare Naturaufnahmen und das Lied thematisiert den Fleischkonsum. Bleibt noch anzumerken, dass Musik Geschmackssache ist.
Online im Internet  [Stand: 08.04.2016]