Duft Qigong – Teil 1

Normalerweise denke ich, dass man Übungen persönlich von jemandem lernen sollte. Bei Duft-Qigong sehe ich das allerdings nicht so verbissen. Auf youtube habe ich ein Video von Dr. Bernd Gerken zum Duft-Qigong gefunden. Er erlaubte mir freundlicherweise, das Video in den Qi-Blog aufzunehmen. Es beinhaltet in der Rohfassung allerdings Teil 1 und 2. Den zweiten Teil habe ich herausgenommen, da man den ersten Teil 100 Tage unabhängig von Teil 2 üben soll. Wieso, weshalb, warum könnt ihr hier nachlesen.

Bevor ihr mit dem Üben beginnt beherzigt bitte folgendes:

eine kleine Warnung

– beim Großteil der Übungen kommt der Impuls aus den Unterarmen, die Schultern ruhen und die Oberarme sind den Flanken relativ nah

– am  besten ist es, anfangs einfach mit dem Video mitzuüben. Jede Übung wird 36 mal wiederholt (Ausnahme: bei der Eröffnung 5 mal Hände öffnen und schließen; bei Übung 3: 5 mal Hände öffnen und schließen und dann die folgende Übung nur 31 mal ausführen)

– am besten nichts denken dabei. Hat man die Übungsfolge einmal verinnerlicht kann man sich vom Video und auch vom Zählen lösen; man soll einfach nichts denken dabei und selbst das Zählen lenkt ab.

– 20 Minuten vor und nach dem Üben auf Essen verzichten, ebenso auf Kalt-Trinken und Kalt-Duschen danach

– ihr könnt tagsüber üben, aber wenn es dunkel wird, bitte nur drinnen üben.

– Info für Frauen: während der Regelblutung kann geübt werden. Bei einer Schwangerschaft ab dem 6. Monat das Üben von Duft-Qigong bitte einstellen.

– bei hohem Blutdruck die Hände tendenziell etwas tiefer nehmen.

– bei Minute 12:36 geht Teil 1 über in die Abschlussmassage, sie ist optional; nehmt euch die Zeit, wenn ihr sie habt

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http://youtu.be/6_Nmp0bzhj8

Wenn mir die Übungen vertrauter sind, wird es ein eigenes Video geben, aber Stand heute bin ich in Sachen Duft-Qigong noch zu grün hinter den Ohren.

eine kleine Warnung

Unscheinbar und harmlos kommen sie daher, die Übungen aus dem Qigong. Wer aber noch nie aktiv diese Energie wahrgenommen oder mit ihr hantiert hat, der kann ein blaues Wunder erleben. Gebt auf euch selbst Acht. Sobald der Körper seltsam reagiert, lieber eine kurze Auszeit nehmen und/oder sich eventuell kurz hinsetzen. Man kann im Sitzen, ohne Bewegung mental mitüben und das Beste ist, es hat den selben Effekt.

Yin und Yang

Yin und Yang sind ein Grundpfeiler der chinesischen Weltanschauung. Demnach teilt sich alles in Gegensätze. Tag und Nacht, hell und dunkel, Frau und Mann usw.. Jedoch existieren die Gegensätze nie in Reinform d.h. ein kleiner Teil des Gegenteils ist auch immer vorhanden wie das Symbol für Yin und Yang sehr schön zeigt.

YinYang

Rujing

ist ein spezieller Ruhezustand der im Qigong erreicht wird. Für mich bildet er den wesentlichen Unterschied zu anderen Entspannungs- oder Fitnesskursen. Von Teilnehmern wird er oft als eine Art Trance-Zustand beschrieben. In diesem Zustand ist Shishen, der nachgeburtliche Geist – unser tägliches Denken und Planen, zur Ruhe gekommen und Yuanshen, der vorgeburtliche Geist – unser Steuermann der lebenswichtigen Funktionen, übernimmt das Ruder und wirkt.

TCM

Traditionelle Chinesische Medizin: Dieses unabhängige, medizinische System fußt auf der Annahme, dass Energie in Meridianen den Körper durchströmt. Die Säulen der TCM sind Akupunktur/Moxibustion, Kräuterheilkunde, Ernährung, Tuina-Massage und Qigong/Taijiquan.

Qigong

bedeutet Üben mit der Lebensenergie und stellt eine der fünf Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin dar. Durch die Übungen im Qigong werden die Meridiane aktiviert, der Fluss der Energie harmonisiert und etwaige Blockaden können sich lösen. Qigong erhält bei regelmäßiger Anwendung gesund und jung, auf körperlicher und geistiger Ebene. Es existieren viele Übungsströmungen und -arten: manche zeichnen sich durch weiche abwechslungsreiche Bewegung (Donggong) aus, andere hingegen stützen sich weitestgehend auf die geistige Vorstellungskraft (Jinggong).

Für alle, die es lieber erzählt bekommen, als zu lesen: Hier gehts zum Video