meine Erfahrungen mit 100 Tagen Duft-Qigong

(aktuellster Tag zuerst)

Tag 99: Jetzt war lange Pause, aber ich war weiter am Ball 🙂 Nun bin ich also kurz vor Ende der ersten hundert Tage. Nun ja, ehrlicherweise gab es da sechs Tage in, denen ich nicht zum Üben kam. Die Tage, an denen ich selbst zu müde bin, mich noch aufzuraffen, um Duft-Qigong zu üben, weil ich beispielsweise selbst zwei Kurse an diesem Tag gegeben habe, gab es eben auch. Wenn einen die Müdigkeit übermannt, scheint es mir sinnvoll, lieber die Segel zu streichen und ins Bett zu gehen als dann in der Abschlussmeditation vornüber zu kippen 🙂 Diese Tage hänge ich jetzt hinten dran bzw. übe ich ohnehin weiter mit Duft-Qigong . So werde ich mir in den nächsten den zweiten Teil des Duft-Qigongs zu eigen machen und weiter berichten.

Ein kleines Fazit: Duft-Qigong ist anders als andere Formen im Qigong. Das liegt für mich vor allem an den schnellen Bewegungen und häufigen Wiederholungen. Dem Ratschlag, die Übungen nebenbei zu üben, bin ich nicht gefolgt. Am besten fühlte es sich an, wenn ich nur die Übungen und nebenher nichts anderes gemacht habe. Mein Blutdruck ist wieder im Normbereich worüber ich mich freue. Zu schätzen gelernt habe ich in den letzten Wochen den Wechsel von den schnellen Bewegungen hin zu Stillstand und Meditation am Ende der Übungsreihe. Da ich oft erst am Ende des Tages zum Üben kam, bildete die Abschlussmeditation einen wunderbaren Tagesabschluss und es fühlte sich irgendwie rund an im Anschluss ins Bett zu gehen.

Tag 50: Halbzeit! Wobei ich denke, dass nach den hundert Tagen vor den hundert Tagen sein wird, da ich Stufe II vermutlich nahtlos anhängen werde. Schlichtweg tut mir Duft-Qigong gut, neuerdings knackt meine Schulter leicht bei jeder Bewegung, aber ich denke mal, dass es eher positiv als negativ zu bewerten ist.

Tag 42: Tag des Drehs 🙂 Ich hab mich nun doch durchgerungen ein eigenes Video zu den Übungen zu machen: naäher dran und mit den eingeblendeten Titeln der Übungen dazwischen. Natürlich musste ich mehrmals drehen, da mal dies mal jenes gestört hat und ein Crack auf dem Gebiet Videos machen bin ich nicht. Alles in allem ist das Video im Kasten und ich bin zufrieden. Seid ihr es auch? Ich hoffe ihr habt Freude beim Üben:

Duft-Qigong Teil 1

Tag 34: Heute hatte ich die Ehre mit acht Kindern Duft-Qigong zu üben. Es gibt ein Buch zu diesem Thema, in dem ein Gedichtvers zu jeder Übung zu finden ist. Am Anfang hat es sich ein wenig kantig angefühlt (eine Bewegung pro Silbe), aber wir haben uns da recht schnell rein gefunden. Ein Spaß war es allemal, in zwei  Monaten sehe ich manche von den Kindern in der nächsten Stunde wieder und ich bin gespannt, ob sie in Sachen Duft-Qigong auch Feuer gefangen haben 🙂

Tag 28: Oh Schlendrian, oh Schlendrian, verschon mein Haus, zünd andere… so oder so ähnlich ging das doch…. zwei Tage hintereinander habe ich nur einmal am Tag geübt, aber ab heute habe ich wieder beide Übe-Einheiten am Start.

Eigentlich soll man beim Duft-Qigong-Üben nur Duft-Qigong üben, aber dazu probiere ich wohl zu gerne aus. Gestern habe ich den Übungen den Schwimmenden Drachen vorausgeschickt, um die Wirbelsäule vorab durchlässig zu machen. Es hat mich nicht umgehauen, alles noch dran und ich schrecke nicht davor zurück es noch einmal zu tun 🙂

Gemäß der Anleitung kann man Duft-Qigong nebenher üben, sogar beim Fernsehen soll es möglich sein. Nun ja, besagte Anleitung ist für Chinesen geschrieben und vielleicht haben Chinesen ein anderes Fernseh-Verhalten. In den Übungen ist es gewünscht die im Buddhismus angestrebte Leere zu erfahren. Wenn ich mich nun aber auf eine Fernsehsendung, ein Erzählung meiner Tochter oder Frau konzentriere bin ich glaube ich von nichts weiter entfernt als von einer gefühlten Leere. Von daher räume ich den Duft-Qigong-Übungen nun den gleichen Stellenwert wie anderen Qigong-Übungen ein. Wenn ich übe, übe ich und nichts anderes.

Tag 20: Meine zweite Übungseinheit hat sich nun seehr nach hinten verschoben; auf kurz vor das Schlafengehen wie z.B. heute auf 23:25 Uhr. Da  man Duft-Qigong eigentlich tagsüber üben sollte, versuche ich es demnächst wieder früher hinzubekommen.

Seit gestern plagt mich Herpes. Früher hatte ich das ca. einmal im Vierteljahr. Aber nun schon lange Zeit nicht mehr. Ob es übers Duft-Qigong im Zuge von Reinigung wiederkam, weiß ich nicht. Mal sehen…

Tag 16: Nicht mehr jeden Tag fühlt es sich spektakulär neu an, wenn auch immer wieder etwas anders. Ich bin weggekommen vom empfohlenen Nebenher-Üben. Es ist zwar praktisch es zu können/dürfen, aber besser geht es mir im Stillen ohne viel drumherum. Und langsam ist der Ablauf auch im Kopf und ich nabele mich gerade vom Video ab 🙂

Tag 13: Heute wieder Dienstag und Blutdruck-Check; eher zu niedrig als zu hoch, erfreulich, wenn ich auf die letzten zwei Monate mit zu hohem Blutdruck zurückblicke.

Tag 12: warme Hände beim Üben, ganz wunderbar 🙂

Tag 11: Aufgewühlt bin ich in den letzten Tagen, ob es vom Üben kommt, weiß ich nicht – passen würde es jedenfalls zu den Bewegungen. Vielleicht muss ich mich ein Stück weit vom romantischen Bild des immer lächelnden, gelassenen Qigonglers verabschieden. Die Übungen reinigen, putzen durch und jemand der Saftfasten oder ähnliches unternimmt, hat vermutlich auch nicht immer beste Laune.

ui ui ui, wenn ich jetzt nochmal im Details schaue, sind es ganz schön viele Dinge, die es in den einzelnen  Übungen zu optimieren gibt. Mal sehen, ob es sich mit dem „neuen“ Üben nochmal anders anfühlt. Wir werden sehen.

Tag 10: Am ersten offiziellen Arbeitstag nach der Elternzeit zeigt sich die Alltagstauglichkeit des Duft-Qigong; 15 Minuten früher aufstehen ist zu schaffen. In der Mittagspause übe ich dann erstmals ohne das Video und vergesse die „Ruderübung“ – alles ein Lernprozess. Leider habe ich den letzten Tagen hin und wieder leichtes Kopfweh, das deute ich als Zeichen dafür, dass es an der Zeit ist an das Feintuning bei den Übungen zu gehen und zu schauen, ab alle Bewegungen, Vor- und Nachbereitung ihre Richtigkeit haben…

Tag 9:  Heute ist Dienstag, der Tag, an dem ich selber Kurse gebe. Duft-Qigong erhebt den Ausschließlichkeitsanspruch d.h. man soll kein andere Qigong-Form parallel üben. Da ich Kurse gebe, ist es schlicht und ergreifend nicht möglich, mich auf Duft-Qigong zu beschränken.

Vor meinen Kursen messe ich bei meinen Teilnehmern immer Blutdruck und nehme den Puls, um zu wissen, wie die allgemeine Tagesform im Kurs ist. Wenn es zeitlich reicht, mache ich es auch bei mir. Überraschenderweise hatte ich die letzten 6- 8 Wochen hohen Blutdruck und ich hatte auch keinen Schimmer, woran es lag; jedenfalls war der Blutdruck heute wieder ganz wunderbar im Normbereich 🙂

Nach dem Kurs wartete ich eine Weile mit der ersten Duft-Qigong-Einheit. Als ich geübt hatte,  stellte sie sich als optimalen Einstieg in einen Tag körperlicher Arbeit heraus. Als ich damit dann fertig war, waren die Übungen auch im Anschluss eine wahre Wohltat v.a. für die Schultern. Und der Kurs, den ich abends noch gebe, war leicht zu schaffen. Ein guter ((Duft-)Qigong-)Tag!

Tag 8: Der Ablauf der Übungen verfestigt sich langsam, mein Buch zum Thema ist eingetroffen und auch der Geist wird beim Üben leerer, was in diesem Zusammenhang ja gewünscht ist 🙂

Tag 7: Magen-Darm geht in der Familie um; kein Grund mit dem Üben zu pausieren. Bei mir war „nur“ der Kreislauf im Keller. Die Übungen haben im Gegenteil sogar etwas gepusht.

Tag 6:  Manchmal fröselt es mich bei den Übungen, sie sind ja eine wirbelnde, windige Angelegenheit. Vor allem meine Finger waren kalt. Was mich freut ist, dass die Übungen so familientauglich sind. Um mich herum tobte heute das Leben und üben konnte ich nebenbei trotzdem. Das ist in vielen anderen Übungen im Qigong nicht denkbar.  Der ein oder andere hat sogar teilweise mitgemacht 🙂

Tag 5: Heute morgen beim Üben grummelte mein Bauch: Hunger oder erste Anzeichen von Reinigung, die beim Duft-Qigong stattfinden soll? Wir behalten das mal im Auge.

Abends nach etwas Überzeugungsarbeit mit meiner Frau geübt, wie es sein soll mit quatschen nebenher 🙂  Sie meinte danach, Ihren Schultern hätte es jedenfalls schon einmal gut getan.

Tag 4: Die Recherche zum Thema ist erst einmal abgeschlossen und sie hat ergeben, dass ich nur den ersten Teil üben soll – so steht es geschrieben 🙂 Von daher ab heute nur noch Stufe 1, zweimal am Tag.

Tag 1: In meinem ausgewählten Video von Dr. Bernd Gerken sind beide Teile vom Duft-Qigong enthalten. Meine Neugierde ließ mich alle Übungen mitüben (geplant war es bei Teil 1 zu belassen) und es ging erstaunlich gut. Bei anderen Übungsreihen würde ich das eher bleiben lassen, aber weil Duft-Qigong sehr einsteigerfreundlich ist, wage ich es, die Challenge auf beide Teile auszuweiten.

Da ich erst jetzt unterhalb des Videos lese, dass ich Duft-Qigong nicht spät abends praktizieren sollte (beim nächsten Piep ist es 23:09 Uhr …) bin ich gespannt wie ich schlafen werde. abwarten…

4 Gedanken zu „meine Erfahrungen mit 100 Tagen Duft-Qigong

  1. Meditation-Bitte lächeln
    Aufklärungsarbeit Qigong

    Lieber Daniel,
    deine Arbeit ist für mich ein Geschenk und gibt mir Ruhe und Klarheit und regt meine Intuition an.
    Ich empfinde Dankbarkeit und Freude
    Danke
    Marina

    1. Liebe Marina,

      dein Feedback bedeutet mir sehr viel, gerade auch, weil der Qi-Blog und der dazugehörige Videokanal auf youtube noch in Kinderschuhen stecken. Ich wünsche dir frohes Üben und freue mich auf baldiges ein Wiederlesen 🙂
      Viele Grüße
      Daniel

  2. ich mache auch gerne Duftqigong…aber..am liebsten mit Musik…beide Teile
    nur wo finde ich Duftqigong in voller Länge…beide Teile zusammenhängend mit Musik..

    herrliche Videos bei yu… mit Bernd an der algave…super….viel Naturgeräusche
    aber mit Musik gehts besser nur wo??????

    1. Liebe Norma,
      es freut mich, dass Duft-Qigong Anklang bei dir findet. Ich habe jetzt mal in den mir bekannten youTube-Kanälen gesucht und leider kein Video gefunden, dass beide Teile des Duft-Qigongs vereint UND mit Musik unterlegt ist. Hier nochmal der Link zu Dr. Bernd Gerkens Video mit beiden Teilen. Du könntest den Ton abstellen und die Musik deiner Wahl zuhause einlegen. An Musik habe ich schon viel ausprobiert und in meinen Kursen hat sich die CD „Qigong“ von Jean-Pierre Garattoni bewährt. Ich wünsche dir frohes Üben. Mit besten Grüßen aus Marbach, Daniel

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